Rechtsberatung durch das Dickicht der Coronahilfen lohnt sich

 

Corona-Soforthilfe, Überbrückungshilfen, Novemberhilfe, Neustarterhilfe Plus - da können Selbstständige und kleine Unternehmen schnell den Überblick verlieren. Die unbürokratisch ausbezahlten Coronahilfen waren in der Corona-Krise der Jahre 2020 bis 2022 für Unternehmen, Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige ein Segen. Doch jetzt fordern Bund und Länder von vielen Empfängern die teilweise oder sogar die komplette Hilfe zurück oder wollen weitere Unterlagen einsehen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer hält in jedem Fall eine Rechtsberatung für ratsam, bevor die Rückzahlung veranlasst wird. Denn nicht immer ist beispielsweise die Rückforderung gerechtfertigt. Bereits wenn die Anfragen auftauchen, macht der Weg zum Anwalt Sinn, um sich im Bürokratie-Dschungel zurechtzufinden. Die Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer bietet betroffenen Unternehmen im Online-Check eine kostenlose Erstberatung an. Mehr Infos zum Thema "Coronahilfen" gibt es auf unserer Website.

 

Von Corona-Soforthilfe bis zu Neustarthilfe Plus

 

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie erlebten vor allem Selbstständige und kleine Unternehmen. Bund und Länder brachten ab Frühjahr 2020 unterschiedlichste Hilfs- und Förderprogramme auf den Weg. Der Hauptunterschied zwischen den einzelnen Hilfsprogrammen besteht im Wesentlichen in ihrem Förderzeitraum. Das erste Programm wurde gleich gestartet, als die ersten Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie beschlossen wurden. Ab dem 1. April 2020 gab es die Corona-Soforthilfe, die den Zeitraum von April bis Juni abdeckte und bis zum 31. Mai beantragt werden konnte. Der grobe Rahmen: Solo-Selbstständige und kleine sowie mittlere Unternehmen konnten Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten erhalten. Doch welche weiteren Coronahilfen gab es im Laufe der Zeit noch?

 

Hier ein kurzer Überblick:

 

Der Nachfolger der Corona-Soforthilfe war die Überbrückungshilfe I. Hierbei handelte es sich um Zuschüsse für betriebliche Kosten im Förderzeitraum von Juni bis Ende August 2020. Baden-Württemberg, Thüringen und NRW gingen von Beginn an einen Sonderweg und gewährten auch einen Unternehmerlohn für Solo-Selbstständige.

 

Danach folgte die Überbrückungshilfe II, die den Zeitraum September bis Ende Dezember 2020 abdeckte. Die Bedingungen bei der Antragstellung sind ähnlich wie bei der ersten Phase, jedoch wurden die maximalen Förderbeträge für kleine und mittlere Unternehmen erhöht und die Ansprüche an einen nötigen Umsatzausfall verringert. Lebenshaltungskosten von Selbstständigen wurden weiterhin nur in NRW, Baden-Württemberg und Thüringen mit gefördert.

 

Mit dem Start der drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, dem sogenannten "Lockdown light" wurde Ende 2020 die Novemberhilfe geschaffen, die ausgefallenen Umsatz erstattete. Sie galt ausschließlich für solche Unternehmen, die durch staatliche Anweisung schließen mussten oder die durch die Schließungen wichtige Kunden verloren hatten. Solo-Selbstständige konnten im Rahmen der Novemberhilfe eine Pauschale von bis zu 5.000 Euro erhalten, die auch für den Lebensunterhalt genutzt werden konnte. Da der Lockdown verlängert wurde, wurde die Dezemberhilfe ins Leben gerufen.

 

Ab Januar 2021 trat die Überbrückungshilfe III in Kraft, die ähnlich wie die Überbrückungshilfe II funktionierte und bis Ende Juni 2021 lief. In diesem Paket war die Neustarthilfe integriert. Dieses Zuschussprogramm richtete sich ausschließlich an Solo-Selbstständige und bot einen einmaligen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro, der auch für den Lebensunterhalt genutzt werden konnte.

 

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützte der Staat weiterhin alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler für den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021. Sie war ein Fixkostenzuschuss bei coronabedingten Umsatzrückgängen.

Mit der Überbrückungshilfe IV wurde die Hilfe für die weiter von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberufler für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2022 fortgesetzt.

 

Die Neustarthilfe Plus unterstützte Soloselbständige, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten mit bis zu 4.500 Euro pro Quartal und Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften mit bis zu 18.000 Euro pro Quartal. Sie wurde als Vorschuss für die Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 ausgezahlt.

Die Neustarthilfe 2022 kam dann bis Juni 2022 zu ähnlichen Bedingungen wie die Neustarthilfe Plus zur Auszahlung.

 

Jetzt schnell Handeln bei den Coronahilfen

 

Wer dachte, der Staat vergisst die Nachkontrolle der Coronahilfen, der sieht sich jetzt eines Besseren belehrt. Hier ist jetzt schnelles Handeln erforderlich. Unsere Kanzlei rät zu Folgendem:

 

Betroffene Unternehmen sollten sich rechtzeitig anwaltliche Hilfe einholen und beraten lassen. Am besten bereits, wenn der Rückzahlungsbedarf ermittelt werden soll. Hier müssen komplizierte Formulare ausgefüllt werden.

 

Ist ein Widerruf- oder Rückzahlungsbescheid im Unternehmen angekommen, sollte schnell Widerspruch eingelegt werden. Hierzu müssen Fristen und Form gewahrt werden. Auch hier sorgt ein Anwalt für Rechtssicherheit.

 

Wer seine Überbrückungshilfe bereits ausgegeben hat, kann nicht auf Nachsicht durch den Staat rechnen. Gerade in einem solchen Fall, wenn die Coronahilfe verwendet wurde, ist anwaltliche Hilfe überlebenswichtig.

 

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer berät in allen Fragen professionell und kompetent rund um das Thema Corona-Soforthilfe und den Rückzahlungsbescheid. Unsere Fachanwälte für Verwaltungsrecht beraten die Mandanten und suchen bereits zu Beginn im kostenlosen Online-Check gemeinsam nach individuellen Lösungen. Autor: www.dr-stoll-kollegen.de

 

Finanzierungsmonitor 2022: Mittelstand leidet stark unter den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs 

 

(GFD 09/2022)  Sechs von zehn Unternehmen sind nach eigener Aussage stark von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den Sanktionen gegen Russland betroffen. Angesichts der angespannten Lage stehen Investitionen und Finanzierungsmodelle auf dem Prüfstand. Staatliche Förderprogramme stoßen im Mittelstand entsprechend auf großes Interesse. Das sind Ergebnisse der Studie „Finanzierungsmonitor 2022“. Der digitale Unternehmensfinanzierer creditshelf hat dafür zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 200 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen befragt.

 

„Die Corona-bedingten Umsatzrückgänge belasten den deutschen Mittelstand nach wie vor, gut jeder dritte Betrieb hat laut unserer Studie noch immer damit zu kämpfen“, sagt Dr. Daniel Bartsch, Vorstand von creditshelf. „Und jetzt trifft der Krieg in der Ukraine die schon geschwächte Wirtschaft zusätzlich: 62 Prozent der Unternehmen leiden stark unter den Auswirkungen, nur jedes zehnte von uns befragte Unternehmen spürt bisher noch nichts davon.“ Folge: 70 Prozent der Mittelständer haben bereits Fördermittel aus dem KfW-Sonderprogramm UBR (Ukraine, Belarus, Russland) beantragt oder wollen dies noch tun.

 

Insbesondere setzen die steigenden Preise für Energie die Unternehmen zunehmend unter Druck. So erkennen 23 Prozent der Umfrageteilnehmer in der angespannten Lage auf dem Energiemarkt eine „sehr große Relevanz“ für ihr Unternehmen. 57 Prozent messen dem Thema eine „eher große“ Relevanz, 17 Prozent eine „eher geringe“ Relevanz bei. Nur eine Minderheit von 3 Prozent sieht sich davon nicht betroffen.

 

„Die explodierenden Preise für Erdgas und Strom zwingen den Mittelstand zum schnellen Handeln“, so creditshelf-Vorstand Bartsch. „Und sechs von zehn für den Finanzierungsmonitor befragten Unternehmen investieren auch schon ganz gezielt, um die Energieeffizienz zu steigern.“ Laut der creditshelf-Studie setzt jedes zweite Unternehmen zudem auch Maßnahmen zur Kostenreduktion um oder baut einen Liquiditätspuffer auf. „26 Prozent der Inhaber und Geschäftsführer räumen jedoch ein, aufgrund der angespannten Lage am Energiemarkt Investitionen zurückzuhalten. Dies ist ein kritischer Trend. Denn damit die deutsche Wirtschaft ihre international starke Stellung behält, müssen die Unternehmen zukunftsgerichtete Investitionen tätigen“, so Finanzierungsexperte Bartsch.

 

„Digitale Finanzierungsplattformen haben sich im Finanzierungsmix etabliert“

 

Angesichts der unsicheren Lage treten viele Mittelständler jedoch auf die Bremse: Nur noch 40 Prozent der Umfrageteilnehmer verfolgen für die kommenden 12 bis 24 Monate die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Selbst im „Corona-Jahr“ 2021 war der Wert mit 42 Prozent höher. Prof. Dr. Dirk Schiereck von der TU Darmstadt gibt zudem zu Bedenken, dass „rund drei von zehn Unternehmen aufgrund der aktuellen Krisen eine zeitliche Verzögerung bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder einräumen.“ Finanzierungsexperte Schiereck, der den „Finanzierungsmonitor“ seit seiner ersten Auflage im Jahre 2016 wissenschaftlich begleitet, rät deshalb zu digitalen Finanzierungsplattformen: „Sie kombinieren Schnelligkeit mit einer unkomplizierten Bearbeitung und maßgeschneiderten Konditionen.“

 

Die Akzeptanz für digitale Kredit-Lösungen sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Vor allem der Mittelstand ist nach Angaben von Prof. Schiereck nicht mehr auf traditionelle Kreditpartner fixiert: „82 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich in den vergangenen Jahren bereits mit Alternativen beschäftigt. Neben Leasing, Finetrading und Factoring haben sich dabei auch digitale Finanzierungsplattformen als sinnvolle Erweiterung im Finanzierungsmix etabliert.“

 

Studie Mittelstandsfinanzierung: Strategien und Hemmnisse in Krisenzeiten

 

(GFD 02/2021) Wie finanzieren sich kleine und mittlere Unternehmen in wirtschaftlich angespannten Zeiten? Jeder zweite Entscheider (49%) in KMU wünscht sich mehr Unabhängigkeit von der Hausbank. Coronabedingt sind 14% aktiv geworden und haben neue Instrumente geprüft, zum Beispiel Factoring. In der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro war fast jeder Vierte (23%) durch die Krise mit Finanzierungsalternativen befasst, bei den Branchen vor allem Im- und Export (24%), Handel (19%) und Bau (19%). Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM).

 

Vier von zehn Befragten halten es für sinnvoll, sich bei der Liquiditätsbeschaffung breiter aufzustellen. Eine ausgewogene Finanzierung umfasse neben Eigen- und Fremdkapital auch Beteiligungen, Factoring und Leasing, so 42%. Unabhängig von den Instrumenten: Einen persönlichen Kontakt zu den Finanzpartnern findet die große Mehrheit (92%) der Entscheider wichtig.

 

Wenig Erfahrung mit Factoring / Mehr Liquidität und Sicherheit

 

Besonders offen für einen Mix der Instrumente sind Unternehmen der Größenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro (53%), ebenso die Branchen Im- und Export (60%) und das verarbeitende Gewerbe (52%). Geht es um die betriebliche Praxis, zeigt sich ein anderes Bild, etwa beim Factoring. Auch in der Krise setzt nur eine Minderheit der KMU die in Forderungen gebundene Liquidität unverzüglich frei. 62% der Entscheider sagen, sie wüssten zu wenig über Factoring, um es in ihrem Unternehmen anzuwenden. "Vor vier Jahren waren es noch 75%. Die Unsicherheit geht also deutlich zurück", berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. "Wer schon Erfahrung mit Factoring hat, setzt es heute gezielter ein, um krisenrelevante Vorteile zu nutzen. Das sind zum einen die schnellen Mittelzuflüsse und der regresslose Schutz bei Zahlungsausfall, der mit dem Abtreten von Forderungen verbunden ist. Zum anderen können Factoring-Anwender ihren Kunden oftmals längere Zahlungsziele einräumen - ein Vorteil im Wettbewerb, gerade auch in der aktuellen Lage", so Ritter.

 

Laut Studie halten 45% der Befragten die Sicherheitsfunktion für einen zentralen Vorteil von Factoring. Am stärksten wird der Ausfallschutz in den Branchen Bau (56%) und Dienstleistung (52%) geschätzt. Ähnliche Zustimmung findet das umsatzkongruente Prinzip von Factoring. Eine Finanzierung, deren Volumen automatisch mit dem Umsatz wächst, sei interessant für ihr Unternehmen, sagen 43% der Entscheider. Am höchsten ist die Zustimmung in den Bereichen Dienstleistung (55%) sowie Im- und Export (49%), ebenso in Unternehmen mit 2,5 bis 50 Mio. Euro Umsatz (55%).

 

Digitalisierte Prozesse wie die Sofortauszahlung beim Factoring prägen auch immer stärker das Rechnungswesen. 39% der KMU planen die Nutzung von digitalen Rechnungsformaten, ermittelte der BFM. In der Umsatzgrößenklasse 2,5 bis 50 Mio. Euro sind es 62%, bei Unternehmen bis 2,5 Mio. Euro Umsatz 37%.

 

Für die BFM Factoring-Studie 2021 wurden 1.685 Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. Euro befragt. Autor: www.bundesverband-factoring.de

 

Jahresabschluss 2020 - vorausschauende Weichenstellung hilft bei der Krisenbewältigung im nächsten Jahr

 

(GFD 12/2020) Die Corona-Pandemie hat den meisten Mittelständlern Verluste und damit Eingriffe ins Eigenkapital beschert. Umsatzrückgänge und ein erhöhter Verschuldungsgrad durch staatliche Liquiditätshilfen wirken sich auf Bilanz und Jahresabschluss 2020 aus. Soweit KfW-Mittel bezogen werden konnten, blieb die Liquidität zwar weitgehend gesichert. Ob die Steuerberater/Wirtschaftsprüfer jedoch die Jahresabschlüsse erstellen werden, ist vielfach offen. Mit einer stabilen Durchfinanzierung kann dieses Problem gelöst werden.

 

Wer auf einen Bankkredit zu setzt, könnte Schwierigkeiten bekommen, denn die Ratings verschlechtern sind mehrheitlich. Restriktivere Kreditvergaben, Konditionserhöhungen und strengere Reportinganforderungen werden erwartet. Trotz operativer Herausforderungen sollten Unternehmen daher eine strategische Finanzplanung vornehmen.

 

Finanzierungsmix ist das Schlüsselwort für 2021

 

"Flexibilität und Diversifizierung in der Finanzierung sind gerade in Krisen entscheidend," sagt Thorsten Klindworth, CEO der A.B.S. Global Factoring AG. "Daher sind alternative Finanzierungsinstrumente der Schlüssel zum Erfolg, weil sie sowohl das Bankenrating verbessern als auch die Durchfinanzierung sicherstellen."

 

Die Wahl der alternativen Finanzierungsinstrumente hängt von der jeweiligen Unternehmenssituation ab. So eignen sich Sale-and-Lease-Back-Finanzierungen bei Unternehmen, die über werthaltiges Anlagevermögen verfügen.

 

Wenn Unternehmen viele offene Forderungen haben, kann die Bilanz mithilfe von Factoring bereinigt werden. Die Liquidität und insgesamt das Working Capital verbessern sich. Die Eigenkapitalquoten steigen, was die Chancen auf einen diversifizierten Finanzierungsmix inklusive Bankkredit erhöht. Zusätzlich sind beim Full-Service-Factoring zahlreiche Zusatzleistungen wie eine Versicherung gegen Forderungsausfall und das Debitorenmanagement inkludiert.

 

Insbesondere, wenn Schnelligkeit zählt und bestehende Kreditlinien oder Sicherheiten bereits ausgereizt sind, punkten alternative Finanzierungsinstrumente. Für das Corona-Jahr sollten Unternehmen daher Optimierungen der Bilanzstruktur noch zügig in 2020 umsetzen, um sowohl den Jahresabschluss als auch eine erfolgreiche strategische Aufstellung der Finanzierung für 2021 zu gewährleisten. Autor: www.abs-global.factoring.de

 

Mehr Kreditanträge in Corona-Zeiten

 

(GFD 11/2020) In der Corona-Krise haben Soloselbständige und Kleinstunternehmen deutlich mehr Kredite beantragt als im Vorjahr. Das zeigt der Schufa Kredit-Kompass 2020, der dem ARD-Magazin Kontraste vorab vorliegt.

 

So haben Solo-Selbständige und Kleinstunternehmer im März 40 Prozent mehr Kreditanfragen gestellt als im Vorjahresmonat. Auch die Folgemonate blieben überdurchschnittlich. Besonders drastisch der Anstieg im Gastgewerbe und in der Reisebranche: Hier wurden im Frühjahr zeitweise 120 Prozent mehr Kredite beantragt als im Vorjahresdurchschnitt. Die Kreditraten werden trotz Krise zuverlässig bedient.

 

Im Auftrag der Schufa wurden außerdem rund 700 Soloselbständige und 400 Kleinstunternehmer mit bis zu 5 Mitarbeitern zu den staatlichen Corona-Hilfen befragt. Jeder 2. Unternehmer gab an, sie genutzt zu haben. Bei den Soloselbständigen war es nur jeder 3. - für sie waren die Bewilligungshürden aber auch höher.

 

Dem Schufa-Report zufolge haben die Finanzhilfen, aber auch andere Maßnahmen, wie das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht, geholfen, eine Insolvenzwelle bisher zu verhindern. Man dürfe aber bezweifeln, so heißt es, dass all jene Unternehmen, die dank der Sonderregelungen noch keinen Insolvenzantrag stellen mussten, in den nächsten Monaten wieder in stabilere Fahrwasser gelangen können. Autor: www.rbb-online.de

 

Unternehmensfinanzierung: Wichtige Corona-Hilfsprogramme laufen bald aus

 

(GFD 10/2020) Zur wirtschaftlichen Minderung der Folgen der Corona-Pandemie hat die KfW sehr zeitnah umfangreiche und interessante Darlehensprogramme für betroffene Unternehmen aufgelegt. Die Programme enden planmäßig am 31. Dezember 2020. Hierauf weist die Münchner Equity Advice GmbH hin, die sich auf die Unterstützung von KMU bei deren Finanzierung spezialisiert hat. Bei der Gestaltung der Programme und derer Genehmigung durch die EU ging man von einem temporären Einschnitt durch Corona aus. Die Vorgabe für Liquiditätsplanungen lautete "2021 ist wie ein normales Jahr zu planen". Nun, zwischenzeitlich hat sich unser Wissen erweitert und mit den Folgen den Pandemie werden wir wesentlich länger zu kämpfen haben als anfangs gedacht.

 

 

Die wesentlichen Bausteiene der KfW-Programme, die zum Jahresende 2020 auslaufen, bestehen einerseits in einem Darlehen mit 90%iger Haftungsfreistellung der Hausbank. Für Unternehmen mit geringeren Sicherheiten oder höherem zukünftigen Risiko kann andererseits der Schnellkredit von Interesse sein. Der Schnellkredit wird blanko ausgereicht, was gerade bei der Rechtsform der GmbH interessant ist, da dann der Inhaber nicht bürgen muss. Der hiermit verbundene Zinssatz von 3% deckt das höhere Risiko der KfW ab.

 

Die KfW hat vom Zeitpunkt der Auflegung der Programme bis zum 30. Juni rund 70.000 Kreditanfragen erhalten und 33,6 Mrd. Euro ausgereicht.  Von kleineren und mittelgroßen Unternehmen kamen hierbei 97% der Anträge.

 

Die Programme laufen bald aus und es ist davon auszugehen, dass ab dem 1. Januar 2021 nur noch schwerer Darlehen zu erhalten sein werden. Zudem werden Unternehnehmen, die aktuell Verluste erwirtschaften, voraussichtlich auch in den nächsten Monaten/ Quartalen von ihrer Substanz leben. Ihr Rating verschlechtert sich somit laufend.

 

Vor diesem Hintergrund ist eine Unternehmensplanung incl. Szenarien wichtiger denn je. Sind in nährerer Zukunft Unterdeckungen zu erwarten (z.B. wegen der üblichen Saison-Finanzierung, Beginn größerer Tilgungen, Auslaufen von Anzahlungen oder einfach nur operativen Verlusten), kann jetzt noch Geld "gebunkert" werden. Hierbei unterstützt die Equity Advice GmbH mittelständische Unternehmen durch integrierte Planungen mit denen der Kapitalbedarf dargestellt und die Kapitaldienstfähigkeit nachgewiesen wird. Der gesamte Sachverhalt wird bei kleinem zeitlichen Aufwand im transparenten Bericht dokumentiert. Der Zeitbedarf hierfür beträgt typischerweise nur ein bis zwei Tage. Ein 50%iger Zuschuss kann beantragt werden. Autor: www.equity-advice.de

 

Jetzt genau das richtige: Liquidität per Fingertipp

 

(GFD 10/2020) Was Unternehmen jetzt brauchen, ist Liquidität. Viele Firmen leiden akut unter den Folgen der Coronakrise, die oftmals zu fehlenden Umsätzen bei weiterlaufenden Kosten geführt hat. Um fehlende flüssige Mittel dauerhaft zu vermeiden, hat abcfinance Cashfox entwickelt - Factoring für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freelancer.

 

Mit Cashfox stellt abcfinance ein leistungsfähiges Tool einer Kundengruppe zur Verfügung, deren Auswahl an Forderungsfinanzierungen bislang sehr begrenzt war. Das voll digitale Produkt können Selbstständige und Kleinunternehmer per Smartphone oder anderen Endgeräten steuern - von überall und jederzeit. Damit können sie ihre Konten per Fingertipp füllen. Die Unternehmen rufen lediglich bereits verdientes Geld schon heute ab - ohne Kredite von der Hausbank. Die in Cashfox hochgeladenen Rechnungen werden von abcfinance sofort ausgezahlt; der Umsatz kann zur Sicherung der Liquidität genutzt oder direkt in neue Projekte und Wachstum investiert werden. Damit eröffnen sich finanzielle Handlungsspielräume, die vorher durch säumige Zahler und lange Zahlungsziele verwehrt waren - ein Stück wiedergewonnene unternehmerische Freiheit also.

 

Binnen 24 Stunden auf dem Konto

 

"Wir haben Cashfox sehr konkret auf die Bedürfnisse der kleineren Unternehmen und Selbstständigen hin entwickelt", sagt Stephan Ninow, Geschäftsführer von abcfinance. "Es ist ein smartes Produkt für eine anspruchsvolle Zielgruppe. Einfach Leistung erbringen, Rechnung schreiben, hochladen und sofort auszahlen lassen. Leichter kann es kaum gehen." Das Geld erhalten Cashfox-Kunden in der Regel binnen 24 Stunden.

 

Besonders gut ankommen dürfte auch die Flexibilität der Lösung. Cashfox-Nutzer entscheiden selbst, welche Rechnungen sie vorab ausgezahlt haben möchten und welche nicht. Dabei ist es übrigens gleich, ob die Rechnung an ein anderes Unternehmen oder eine Privatperson gestellt wurde. Von der Cashfox-Nutzung erfahren wird der Rechnungsempfänger überdies nichts: Auf der Rechnung steht eine eigens für den Nutzer eingerichtete Kontoverbindung unter dessen Namen.

 

Schnell und einfach loslegen

 

Neue Cashfox-Kunden können schnell loslegen. Die Registrierung erfolgt durch einen Berater und dauert weniger als zehn Minuten. Danach können sofort Rechnungen hochgeladen und das Geld nach einem Tag für neue Aufgaben eingesetzt werden. Die eingereichten Rechnungen sehen Unternehmer und Selbstständige dann in der Rechnungsübersicht auf dem Smartphone, Tablet oder Rechner. Liquide zu bleiben wird so kinderleicht. Autor: www.abcfinance.de

 

Zwei von drei mittelständischen Unternehmen haben sich im Zuge der Corona-Krise bereits mit Alternativen zum klassischen Bankkredit beschäftigt

 

(GFD 09/2020) 64 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben sich konkret vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zum Kredit bei der Hausbank umgeschaut. Gut jedes Zehnte hat diese auch bereits in seinen Finanzierungsmix einfließen lassen. Für den "Finanzierungsmonitor 2020 - Corona Update" hat der digitale Mittelstandsfinanzierer creditshelf zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 200 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen befragt.

 

"In der Krise braucht es Unternehmertum: Im Zuge der beispiellosen Herausforderung aufgrund der Corona-Pandemie gilt es zahlreiche Themen parallel zu meistern. Es heißt aber auch frühzeitig wieder den Blick nach vorne zu richten, um Chancen zu erkennen und zu nutzen. Dazu gehört auch: Neue Wege suchen und innovative Alternativen nutzen", sagt Dr. Daniel Bartsch, Vorstand und Gründungspartner von creditshelf. Für anstehende Investitionen oder zur Liquiditätssicherung gilt es gerade jetzt passende und ausreichend Fremdkapitalmittel zur Verfügung zu haben, um bei der erwarteten Erholung der deutschen Wirtschaft mit dabei sein zu können. "Digitale Kreditplattformen bieten hier flexible Lösungen, ein gutes Risikoverständnis und vor allem Geschwindigkeit", so Bartsch.

 

Bei der Auswahl einer optimalen Finanzierung achten die Unternehmen auf zahlreiche Kriterien. Die beiden wichtigsten Faktoren: 44 Prozent wünschen sich günstigere Konditionen, 40 Prozent wollen flexiblere Konditionen. Eine höhere Flexibilität in der Produktgestaltung und eine höhere Geschwindigkeit von der Anfrage bis zur Auszahlung wurden ebenfalls von knapp 30 Prozent der Befragten genannt. Jedes fünfte Unternehmen wünscht sich zudem eine geringere Bedeutung von zu stellenden Sicherheiten und möglichst komplett digitalisierte Abläufe. "Die Hausbank kann da nicht immer mithalten, deshalb sind die Unternehmen zunehmend bereit, Alternativen zu nutzen", analysiert creditshelf-Vorstand Bartsch.

 

Das Fremdkapital wird vor allem zur Betriebsmittelfinanzierung und zur Finanzierung von Investitionen benötigt. "Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass der Mittelstand unter Druck steht, möglichst schnell und kostengünstig frisches Kapital zu beschaffen. Lediglich acht Prozent der befragten Unternehmen gaben an, kein Fremdkapital zu nutzen", berichtet Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung an der TU Darmstadt. Der Kreditexperte ist seit seiner ersten Auflage im Jahre 2016 wissenschaftlicher Begleiter des "Finanzierungsmonitors". Seiner Ansicht nach sollten Unternehmen alternative Finanzierer nutzen, um ihre Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten zu sichern.

 

Durch Corona seien viele Unternehmen gezwungen, ihre Planungen anzupassen, hat Professor Schiereck erkannt. Knapp jeder Dritte hat zum Beispiel Digitalisierungsprojekte verschoben oder Wachstumsfinanzierungen gestreckt. "Zukunftsgerichtete Investitionen müssen aber jetzt getätigt werden. Denn wer sich jetzt nicht richtig aufstellt, wird den kommenden Aufschwung verpassen", erklärt Schiereck. Autor: www.creditshelf.com

 

Factoring: Wachstum trotz Corona 

 

(GFD 08/2020) Trotz der Corona-Pandemie konnte die moderne Finanzierungsform Factoring im 1. Halbjahr 2020 nicht nur die deutsche Wirtschaft mit dem notwendigen Finanzierungsbedarf stärken, sondern legte sogar zu: Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes - konnten trotz massiver Auswirkungen der Corona Pandemie auf die nationale und internationale Wirtschaft - von 132,8 Mrd. Euro auf 134,9 Mrd. Euro zulegen, ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum (1. Halbjahr 2019).

 

"Factoring konnte dabei, wie schon in der Finanzkrise 2009 seine stabilisierende Funktion durch sofort zur Verfügung stehende Liquidität beweisen", fasst es Helmut Karrer, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Factoring-Verbandes, zusammen. Die Kundenzahl sank allerdings etwas, auf nun 80.800 Kunden, ein Rückgang um 11,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum (1. Halbjahr 2019: 91.440 Kunden), wobei dies in einigen Fällen wohl auch auf Portfolioumstellungen zurückzuführen ist.

 

Diese Zahlen, die maßgeblich für den gesamten deutschen Factoring-Markt sind (die Mitglieder des Verbandes bedienen rund 98 Prozent des gesamten verbandlich organisierten Factoring-Volumens in Deutschland) zeigen dabei auch, dass die Maßnahmen der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Warenkreditversicherern, vgl. Pressemitteilung vom 20.04.2020) fruchteten und zu Stabilität in den Lieferketten durch Aufrechterhaltung der Finanzierungen durch Factoring beigetragen haben. Die Factoring-Branche dankt dabei der Bundesregierung und den Warenkreditversicherern für das ersichtlich erfolgreiche Greifen der Absicherung der Lieferketten in den schlimmsten Monaten der Pandemie.

 

Dies verdeutlichen auch die Detailzahlen innerhalb des internationalen Geschäftes: Während im Import-Factoring mit einem erheblichen Minus von 16,9 Prozent (auf 2 Mrd. Euro) sich offenbar die gestörten internationalen Warenketten schon bemerkbar machten, blieb Exportfactoring trotz Pandemie stabil, und legte statistisch sogar leicht zu (plus 0,3 Prozent auf 33,7 Mrd. Euro). Wachstum gab es zudem auch im nationalen Geschäft, was auf nunmehr 97 Mrd. Euro anstieg (1. Halbjahr 2019: 94 Mrd. Euro).

 

Zu vorgenannten erfreulichen Zahlen passt auch, dass die zunächst im Frühjahr durchgeführte Konjunkturabfrage seitens der Mitglieder zwischenzeitlich schon wieder etwas aufgehellt erscheint, indes immer noch Auswirkungen der Pandemie zeigt:

 

Rund 28 Prozent sehen, fast unverändert zur Abfrage im April 2020, "gute" oder bessere Aussichten für das noch laufende Jahr. Erfreuliche knapp 28 Prozent sehen "befriedigende" Aussichten (plus 8 Prozent), über 39 Prozent (fast unverändert) sehen nur "ausreichende" Tendenzen. Erfreulich ist, dass "mangelhafte oder gar ungenügende" Aussichten nur noch von gut vier Prozent (gegenüber fast 13 Prozent noch im April) der Mitglieder gesehen werden.

 

Dies verdeutlicht aber auch, dass zum Herbst hin dringend über eine Prolongation der Vereinbarung der Bundesregierung mit den Warenkreditversicherern über den Schutzschirm für deutsche Unternehmen erneut beraten werden muss, um es den Warenkreditversicherern zu ermöglichen, ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang zur Verfügung zu stellen, gerade in Zeiten einer dann möglicherweise einsetzenden Insolvenzwelle. Nur so kann sichergestellt werden, dass Factoring-Anbieter auch über den Jahreswechsel hinaus bestehende Limite seitens der Warenkreditversicherer nutzen können, um ihre Kunden mit hinreichender Liquidität zu versorgen - ein wichtiger Beitrag, um die Folgen der Pandemie auch über den Jahreswechsel hinaus weiter abzumildern. Autor: www.factoring.de

 

Corona-Finanzhilfe: Notkredite der KfW-Förderbank für den Mittelstand

 

(GFD 07/2020) Damit kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbständige, Gewerbetreibende und Freiberufler möglichst unbeschadet durch die Corona-Krise kommen, können Notkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Förderinstitute der Bundesländer beantragt werden. Dazu wurden die bestehenden KfW-Programme wegen der Corona-Pandemie erweitert.

 

Zusätzlich zu den KfW-Sonderkrediten will der Bund einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds aufsetzen, der Firmen Garantien von bis zu 400 Milliarden Euro geben soll. Für mehrere Millionen Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe sind außerdem Soforthilfen aus dem Nachtragshaushalt vorgesehen im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro.

 

In dieser schwierigen Lage arbeiten die Bundesrepublik Deutschland, die Bundesländer, die Förderinstitute des Bundes und der Länder sowie die Finanzinstitute, Banken und Finanzdienstleister sehr eng zusammen. Das gemeinsame Ziel aller ist es, den betroffenen Unternehmen und Selbständigen so schnell wie möglich Förderkredite und damit Liquidität zukommen zu lassen.

 

Unser Tipp: Für KfW-Fördergelder brauchen Unternehmen, Selbständige, Gewerbetreibende und Freiberufler nicht zwingend zu ihrer Hausbank zu gehen. Sie können diese von zuhause aus online über das Finanzportal COMPEON beantragen, und sparen damit viel Zeit und Mühe. Das FinTech Unternehmen COMPEON hat breite Erfahrung mit staatlichen Förderprogrammen – es gibt über 1.700 Fördermittel – und kann jedem Antragsteller eine massgeschneiderte Lösung anbieten. Die Hausbank ist in der Regel überfordert, wenn Unternehmen und Selbständige nach geeigneten KfW-Fördermittel fragen.

 

Notwendige Unterlagen zum KfW-Antrag:

 

- Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen

- Jahresabschlüsse / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2017 und 2018

- Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive Summen- und Saldenliste)

- Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate

 

Das Finanzportal COMPEON hilft mit Unterstützung der KfW und der Förderinstitute der Bundesländer mit Förderkrediten gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Firmen, Selbst­ständige, Gewerbetreibende und Frei­berufler, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schief­lage geraten sind, können sofort online über das Finanzportal COMPEON als Mittler einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Autor: www.kmukredite.de

 

KfW-Kredite kommen viel zu selten bei kleineren Unternehmen an

 

(GFD 06/2020) Bei 70 Prozent der kleineren Unternehmen ist ein KfW-Kreditantrag bereits von der Hausbank abgelehnt worden. Das hat eine Umfrage des Düsseldorfer Verlages ‘markt intern‘ ergeben.

 

Die Hilfen, die mittelständischen Unternehmen in Aussicht gestellt wurden, um die Coronakrise und die damit verbundenen Umsatzeinbußen zu überstehen, klangen vielversprechend. Doch kommen die Hilfen überhaupt dort an, wo sie gebraucht werden? Zwar werden die Kreditanträge von der KfW in der Regel zügig bearbeitet, aber ein Großteil der Anträge kommt aufgrund einer ablehnenden Haltung der Hausbank möglicherweise gar nicht erst bei der KfW an. Das legt eine nicht repräsentative Umfrage von ‘markt intern‘ nahe, die zwischen 22. Mai bis 15. Juni online durchgeführt worden ist.

 

Im Rahmen der Ad-hoc-Umfrage haben 70 Prozent der Teilnehmer angegeben, der Förderkredit sei von der Hausbank abgelehnt worden. 33 Prozent der Umfrageteilnehmer empfanden den Vergabeprozess als ‘unbürokratisch‘, eine ‘zügige‘ Bearbeitung attestieren 48 Prozent der Teilnehmer. Die Frage, ob zusätzliche Sicherheiten verlangt worden sind, bejahten 28 Prozent der Befragten. Die Umfrageteilnehmer repräsentieren kleine und mittlere Unternehmen: 83 Prozent der Befragten beschäftigen bis zu zehn Mitarbeiter, 17 Prozent haben bis zu 250 Mitarbeiter.

 

Dr. Frank Schweizer-Nürnberg, Chefredakteur der ‘markt intern‘-Ausgabe ‘Mittelstand‘, kommentiert die Umfrageergebnisse: „Die Politik ist jetzt gefordert, aus diesen Ergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sollen mehr Mittel bei kleineren Unternehmen ankommen, müssen die Vergabeprozesse bei den Banken aufsichtsrechtlich vereinfacht werden. Ansonsten werden viele Anträge auch zukünftig voraussichtlich daran scheitern, dass sie wegen der aufsichtsrechtlichen Vergabekriterien für nicht weiterleitungsfähig erklärt werden.“ Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage gibt es unter www.markt-intern.de/kfw-ergebnisse. Autor: www.markt-intern.de

 

Erleichterungen bei Mittelstandskrediten

 

Europaparlament setzt Impuls für kleine und mittlere Unternehmen

 

(GFD 06/2020) Die mittelständische Wirtschaft wurde von den Folgen der Corona-Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt es daher, dass das Europäische Parlament im Rahmen seiner Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Corona-Folgen die Eigenkapitalvorgaben für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erleichtert hat. "Das geringere Risiko von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen für die Banken regulatorisch anzuerkennen, ist ein wichtiger Impuls", kommentierte GVB-Präsident Jürgen Gros die Entscheidung am Freitag in München. "Das Europaparlament hilft mit seinem Votum dabei, der wieder Tritt fassenden Konjunktur einen weiteren Schub zu verleihen und die Liquidität in den Unternehmen sicherzustellen", ergänzte er. Nun sei der Rat der Europäischen Union gefordert, der der Neuregelung noch zustimmen muss, den Weg zu einer effektiven Unterstützung des Mittelstandes ebenfalls frei zu machen.

 

Das Europaparlament hat am Donnerstag entschieden, die Vergabe von Mittelstandskrediten zu erleichtern. So galt der sogenannte KMU-Faktor, der den Banken eine niedrigere Eigenkapitalhinterlegung bei Krediten an Mittelständler vorschreibt, bisher nur bis zu einem Darlehensvolumen von 1,5 Millionen Euro. Die nun beschlossene Neuerung weitet das Volumen auf 2,5 Millionen Euro aus. Überschreitet der Kredit diese Schwelle, gelten zusätzlich ab sofort auch darüber hinaus niedrigere Eigenkapitalanforderungen. Diese Erleichterung für die Mittelstandsfinanzierung war ursprünglich für das kommende Jahr geplant. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat das EU-Parlament die Entscheidung um ein Jahr vorgezogen. "Die jetzige Entscheidung sendet ein klares Signal, dass der KMU-Faktor sich bewährt", betonte Gros.

 

"Die reduzierten Eigenkapitalanforderungen helfen dabei, Arbeitsplätze im Mittelstand zu erhalten. Sie werden mehr bewirken als manch andere Konjunkturspritze", ist sich der GVB-Präsident sicher. Autor: www.gv-bayern.de

 

Geld sofort für offene Rechnungen - warum Factoring das Gebot der Stunde ist

 

(GFD 04/2020) In Krisenzeiten zeigt sich nicht nur der sprichwörtliche Charakter, sondern auch, wie gut man finanziell aufgestellt ist. Doch selbst Unternehmen, die bisher gut geplant und gerechnet haben, trifft die Corona-Pandemie mit ungeahnter Wucht. Liquiditätssicherung ist das Gebot der Stunde. Über die Liquiditätshilfen der Bundesregierung hinaus, können Firmen selbst etwas dafür tun. Mit Factoring sichern sie sich gegen Zahlungsverzüge oder -ausfälle ab und erhalten kurzfristig dringend benötigte Liquidität, um zum Beispiel Lieferketten aufrecht zu erhalten.

 

Es war noch nie ein Zeichen von besonderer Weisheit "alle Eier in einen Korb" zu legen - das lehrt eine alte Börsenweisheit. Und dies gilt ganz besonders in Krisenzeiten: Mehr denn je gilt es, die eigene Liquidität zu erhalten und die Fremdkapitalaufnahme auf mehrere Quellen zu verteilen, um sich unabhängiger von einzelnen Finanzpartnern zu machen. Versiegt eine Finanzierungsquelle, können andere die Rettung sein. Dazu sollten neben der Kreditlinie bei der Hausbank auch Leasinglösungen oder Factoring, also den Verkauf von Kundenforderungen, in Betracht gezogen werden.

 

Liquidität ist in Forderungen gebunden

 

"Factoring bietet vor allem die Gewissheit, dass der Kunde in der Lage ist, den Auftrag zu bezahlen, und dass der Auftrag in Liquidität umgewandelt werden kann", fasst Stephan Ninow, Geschäftsführer des Factoringanbieters abcfinance zusammen. "Die obligatorische Bonitätsprüfung und der hundertprozentige Ausfallschutz durch den Factoring-Anbieter führen dazu, dass der Unternehmer diese Punkte gedanklich abhaken kann. Und das zu jeder Zeit."

 

Doch viele unterschätzen bisher das Liquiditätspotenzial von Forderungen.  Das belegt eine Umfrage von Ende 2019. Darin zeigte sich, dass nur wenige mittelständische Unternehmen bis dahin die in Forderungen gebundene Liquidität aktiv steuerten. Stattdessen nutzten sie mehrheitlich passive Instrumente, wurden also erst dann tätig, wenn Forderungen bereits überfällig waren. Zu einem aktiven Liquiditätsmanagement gehört jetzt das Ausschöpfen bisher ungenutzter Finanzierungsalternativen.

 

Gesunde Kundenstruktur pflegen

 

Ein weiterer Vorteil von Factoring ist: Die Bonität von Neu-, aber auch von Bestandskunden wird regelmäßig überprüft. Wer gestern noch pünktlich seine Rechnungen bezahlt hat, kann das heute unter Umständen nicht mehr. Factoring bekommt damit eine Frühwarn-Funktion.

 

Aber auch die Rechnungsempfänger können profitieren, denn das rechnungsstellende Unternehmen kann durch Factoring unter Umständen Zahlungsziele anbieten, die es ohne den Forderungsverkauf möglicherweise nicht hätte gewähren können. Dieser Zeitvorteil für den Zahlungspflichtigen kann wiederum zum entscheidenden Kriterium werden, das einen wichtigen Auftrag sichert.

 

Auch in Krisenzeiten sollte die Handlungsfähigkeit von Unternehmen nicht vom Glück anderer abhängen. Hier zeigt sich eine weitere Stärke des Factorings: Als atmende Umsatzfinanzierung ist die Inanspruchnahme unmittelbar mit dem eigenen Markterfolg verbunden. Das Unternehmen erhält sofortige Liquidität bei Lieferung an seinen Kunden ohne Wartezeit und Ausfallrisiko.

 

Stärker durch den Abschwung kommen

 

Stephan Ninow rät: "Die Erfahrungen aus der letzten Krise ab 2009 haben gezeigt, dass Unternehmen, die sich strategisch gut auf Abschwungszenarien vorbereitet hatten, deutlich widerstandsfähiger durch die Verwerfungen gekommen sind." Den Kopf in den Sand zu stecken und auf ein baldiges Ende des Shut-Downs zu hoffen, seien laut dem Experten für Unternehmensfinanzierung keine Optionen. Denn sobald der Geschäftsbetrieb wieder anläuft, wird Liquidität für notwendige Anschub- und Ausrüstungsinvestitionen benötigt.

Autor: www.abcfinance.de

 

Corona-Krise: Überbrückungsfinanzierung für Touristik-, Hotel-, Event- und Gastronomie-Branche

 

(GFD 04/2020) Mittels Hilfsprogrammen der deutschen Bundesregierung und der Landesregierungen sollten Touristik-, Gastronomie-, Event- und Hotel-Betriebe möglichst unbeschadet durch die Corona-Krise kommen.

 

Das Problem mit staatlichen Hilfsprogrammen besteht jedoch darin, dass diese erst zeitlich verzögert freigegeben werden, wenn es für viele bereits zu spät sein dürfte!

 

Viele Restaurants, Gastronomen, Eventcaterer und Hotel-Betriebe stecken bereits in einer finanziellen Notlage. In dieser Situation löst einzig Soforthilfe das Problem. Kurzfristige, unkomplizierte und unbürokratische Überbrückungskredite zur Sicherung der Liquidität sind das Gebot der Stunde.

 

Mit einem Überbrückungskredit als Zwischenfinanzierung kann eine kurzfristige Liquiditätslücke überwunden werden, welche zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit notwendig ist.

 

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Anders als die Haubank bietet das FinTech Unternehmen COMPEON mittelständischen Unternehmen, Gewerbetreibenden und Selbständigen den Vorteil, dass sie mit einer einzigen Online-Anfrage Zugriff auf 250 Finanzdienstleister und Banken sowie 1.700 staatliche Fördermittel haben.

 

Bei jeder Finanzierungsanfrage überprüft COMPEON mittels automatischem Fördermittel-Check, ob eines oder mehrere Fördermittel des Deutschen Staates, der Bundesländer oder der Europäischen Union zum Tragen kommen. Im Vergleich zur Hausbank, welche sich in der Regel mit staatlichen Fördermitteln schwer tut, ist dies ein gewichtiger Vorteil.

 

Der digitale Überbrückungskredit von COMPEON erfüllt die Bedingungen an eine schnelle Kreditvergabe zur Überbrückung von Finanzierungsengpässen für Selbständige, Freiberufler, Gewerbetreibende sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

 

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Autor: Dr. Franz Beeler & Partner TechnoVenture GmbH www.kmukredite.de

 

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